Tu es nicht – Facebook, What’s App etc.

 

„Tu es nicht!“ warnt mich eine innere Stimme , doch zu spät. Schon drücke ich den Wiedergabeknopf und höre die ersten Töne von

All That Remains – What If I Was Nothing

Ich muss es genau wissen und suche mir die Lyrik dazu, damit ich es besser übersetzen kann.  Es ist genau das, was mein Mutterherz befürchtet… Tränen laufen mir die Wangen runter, während in meinem Hinterkopf etwas rumort wie „ich hab es dir ja gesagt….“

Was macht das eigentlich mit uns – warum hören wir uns solche Sachen an, wenn wir so und so schon traurig sind. Ist es wirklich um soviel schöner, besser, heilsamer, wenn uns jemand vorsingt, wie und was wir fühlen. Wenn wir uns etwas anhören, von dem wir in klarem Bewusstsein wissen, dass die gesungenen Aussagen nicht stimmt, nicht stimmen kann, solange die Aussage sich auf einen anderen Menschen bezieht. Liebeslieder sind für mich nur dann sinnvoll und heilsam, wenn sie nicht eine geliebte Person im Sinn hat, sondern das Lebendige, die Liebe an sich, Gott, die Natur – halt etwas in dieser Größenordnung.

Warum glauben wir den Unfug, dass wir ohne den Geliebten nichts sind. Ist uns eigentlich klar, welches Gewicht, welche Belastung wir dadurch den Menschen auferlegen, den wir lieben? Der Liebeslust und -weh , heißt es glaube ich – müsste eher heißen, der Liebeslust und -last.

 

Das nächste verlinkte Musikstück machte mir Hoffnung:

Bon Jovi – it’s my life

 

gut so, ich brauch mich also doch keine Sorgen zu machen, der gesunde Lebenswille bäumt sich auf.

 

Das nächste Lied machte mich zuerst stutzig, doch dies entspricht der Seelenschicht des Kriegers in ihm.

Linkin Park – Bleed it out

https://www.bing.com/videos/search?q=linkin+park+bleed+it+out&view=detail&mid=F5AD11E781CE4AAA61CEF5AD11E781CE4AAA61CE&FORM=VIRE

 

Nun, nach dem ich innerlich meine Muttersorge wieder zur Ruhe gebettet habe, frage ich mich: „ist es nicht eigentlich ein mütterliches Stalking, was ich da betreibe. Für das Mitgefühl allein braucht es nicht das Nachfolgen der virtuell hinterlassenen Fußstapfen.

eine nachdenkliche Augra

 

 

 

 

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