einen alten Lehrer wiederentdeckt:

Keines verbleibt in derselben Gestalt,

und Veränderung liebend,

schafft die Natur stets neu

aus anderen andere Formen,

und in der Weite der Welt

geht nichts – das glaubt mir – verloren; 

Wechsel und Tausch ist nur in der Form.

 

Entstehen und Werden heißt nur

anders als sonst anfangen zu sein,

und Vergehen nicht mehr sein wie zuvor.

Sei hierhin jenes versetzet, 

dieses vielleicht dorthin:

im Ganzen ist alles beständig.

 

 Unter dem selbigen Bild

– so glaub‘ ich –

 beharrt auf die Dauer

nichts in der Welt.

 

Ovid Die Lehren des Pythagoras (1)  

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